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Zwischenbilanz - Gedichte, Essays und Transfer-Zeichnungen aus einer schattenhaften Zeit (Buch 2 der Serie: Drei Folgeerscheinungen) Fred Schäfer

Zwischenbilanz - Gedichte, Essays und Transfer-Zeichnungen aus einer schattenhaften Zeit (Buch 2 der Serie: Drei Folgeerscheinungen)

Fred Schäfer

Published October 20th 2012
ISBN :
Kindle Edition
96 pages
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 About the Book 

Buch 2 in der Serie Drei Folgeerscheinungen (auch als Sammelband mit dem Titel “Drei idealistische Bücher mit provozierendem Inhalt” erhältlich.)Buchauszug:RÜCKWÄRTSBLICKENDES VORWORT: Besser kritisch sein, als gleichgültig seinWenn ich heute, imMoreBuch 2 in der Serie Drei Folgeerscheinungen (auch als Sammelband mit dem Titel “Drei idealistische Bücher mit provozierendem Inhalt” erhältlich.)Buchauszug:RÜCKWÄRTSBLICKENDES VORWORT: Besser kritisch sein, als gleichgültig seinWenn ich heute, im Jahre 2012, meine Gedichte und Essays aus den siebziger Jahren lese, dann geschieht das mit gemischten Gefühlen. Vieles von dem, was ich damals schrieb, hört sich negative an. Zugleich aber, denke ich, hört es sich aufrichtig an.Die Welt, damals, war dabei aus den Fugen zu geraten. Da war der Krieg in Vietnam- Indien und Pakistan befanden sich in einem Kriegszustand- da war der Kalte Krieg zwischen der Sowjetunion und dem Westen- Israel und seine arabischen Nachbarn schossen aufeinander- Somalia attackierte Äthiopien … Das sind nur einige Beispiele.Da war fast kein Tag, an dem nicht etwas über die Gefahr eines Atomkrieges in den Medien zu lesen oder zu hören war. Albert Einstein hatte schon rund zwanzig Jahre früher dazu festgestellt: „Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.“Ich war beunruhigt, ich war ein Pessimist, zugleich fühlte ich mich hilflos und unfähig etwas zur Verbesserung der Welt beitragen zu können. Auch mit meinem beruflichen Leben war ich unzufrieden. Ich war Werkzeugmacher geworden, weil im Dorf eine Firma Werkzeugmacher-Lehrstellen anbot. Dann wurde ich Ingenieur, weil sich das zur beruflichen Weiterbildung anbot. Ich hatte kein Interesse an technischen Dingen. Nachdem ich das Jahre früher dem Berufsberater gesagt hatte, fragte dieser mich, an was ich Interesse hätte. Ich sagte ihm, dass ich mich für Erdkunde begeistere- er schlug vor, dass ich Postbeamter werden könnte. Ich fragte ihn: was es sonst noch gäbe? Ihm fiel nichts Weiteres ein.Wenn man die Gedichte und Essays auf den folgenden Seiten liest und sich dabei des eben geschilderten Hintergrunds bewusst ist, dann ist es nicht schwer zu verstehen, warum ich kritisierte und warum mir rückblickend die siebziger Jahre schattenhaft erscheinen: dunkel und düster, genau genommen.Heute bin ich eher ein Optimist. Gleichzeitig bin ich aber auch froh, dass ich seinerzeit sehr kritisch war. Besser kritisch sein, als gleichgültig sein, denke ich – vorausgesetzt, dass man sich nicht in seiner kritischen Einstellung verliert und zum lebenslangen Nörgler und Besserwisser wird.